Am 23. Februar durften Dr. Rolf-Reiner Zube und Rolf Gädke eine Delegation der japanischen Boden-Selbstverteidigungskräfte (in Deutschland gleichzusetzen mit dem Heer) in der Clausewitz-Erinnerungsstätte begrüßen. Mit großem Interesse verfolgten die japanischen Gäste den interessanten Ausführungen des Leiters der Erinnerungsstätte, Dr. Zube und Rolf Gädke vom Burger Clausewitz-Freundeskreis.
Die Übersetzung der vielen Informationen vom Deutschen ins Japanische erfolgte in hoher Professionalität durch Herr Dr. Oliver Corff. Dr. Corff ist in Burg kein Unbekannter, so ist er doch Clausewitzkenner und war 2015 Preisträger des Clausewitz-Preises der Stadt Burg.
Gern nutzten die Gäste aus Japan unter der Leitung von General Suenaga auch die Gelegenheit und besuchten die Kirche Unser Lieben Frauen mit dem Taufbecken, in welchem am 09. Juli 1780 Carl von Clausewitz getauft wurde und die Grabstätte der Familie von Clausewitz auf dem Burger Ostfriedhof.
Mit vielen neuen und interessanten Informationen setzte die Militärdelegation aus Japan am späten Nachmittag ihre Reise in ihr Tagungshotel fort.
Alle Fotos: Rolf Gädke Rolf-Reiner Zube
Veröffentlicht unterUncategorized|Kommentare deaktiviert für Japanische Militärdelegation besucht die Clausewitz-Erinnerungsstätte in Burg
Mit vielen neuen Exponaten und zahlreichen Veranstaltungen endete das 25jährige Jubiläumsjahr der Burger Clausewitz Erinnerungsstätte für die Burger Clausewitz-Freunde am 31.12.25 recht erfolgreich. So wie das Jahr 2025 endete, starteten die Burger Clausewitz-Freunde gleich zu Beginn des Jahres mit neuem Elan. Das erste Vorhaben kann sich sehen lassen.
Anlässlich der Clausewitz-Preisverleihung der Stadt Burg am 20.November 2025 weilte General a.D. Erhard Bühler in Burg und besuchte die Burger Clausewitz Erinnerungsstätte nebst dem Ehrenhof. Auf der Gedenktafel, aufgestellt im Ehrenhof, war die Schrift schon derart verblasst, kaum lesbar.
General Bühler, Präsident der Clausewitz Gesellschaft e.V. hat daraufhin kurzerhand uns zugesagt, dass er die Restaurierung der Schrift als persönliche Spende übernimmt. Diese spontane Reaktion vom General Bühler ist als Ausdruck der Wertschätzung der Clausewitz- Erinnerungsstätte als Wirkungsstätte über das Leben und Wirken des größten Burger Sohnes der Stadt Burg zu verstehen. Den Auftrag für die Restaurierung der Gedenktafel erhielt die Burger Fachfirma Patte´ Meisterfachbetrieb Grabmal und Naturstein.
Vorige Woche wurde nun die Restaurierung vom Geschäftsführer und Meister Dominik Patte´ angegangen und vollendet. Am Donnerstag montierte Dominik Patte´ die Gedenkplatte wieder am angestammten Platz auf dem Ehrenhof der Clausewitz- Erinnerungsstätte.
Die Geschichte der Gedenktafel 1954 Beim 2. Burger Heimatfest 1954 wurde eine Tafel an der Front des Clausewitz- Geburtshauses enthüllt. Beginnen wir mit einem Auszug aus der damaligen Heimatzeitung. * Würdige Feiern am Tag der Republik Das Burger Heimatfest würde seinen tieferen Sinne nicht gerecht, wäre es nicht mit einem Festakt begonnen worden. Der 5. Geburtstag unserer Deutschen Demokratischen Republik gab den Anlaß dazu.*
* Ehrung am Geburtshaus des Patrioten von Clausewitz Vertreter der demokratischen Parteien und der staatlichen Verwaltung ehrten am Vormittag in der Großen Brahmstraße das Andenken an einen Sohn der Stadt Burg, dessen Namen in der ganzen Welt bekannt wurde. Sie gedachten des Patrioten Carl von Clausewitz, der am 1. Juni 1780 in dem Hause Große Bramstraße 14/15 geboren wurde. Er war es, der unter russischer Fahne für die Sache seines Vaterlandes gegen fremde Unterdrückung kämpfte, In seiner kurzen Ansprache betonte Friedensfreund Witt, daß in der Deutschen Demokratischen Republik wahrgemacht wurde, was Clausewitz wollte. Die Zahl der Teilnehmer an dieser schlichten Feierstunde war ansehnlich geworden, als die Hülle von einer Gedenktafel fiel, die von nun ab von diesem großen Sohn der Stadt Burg an dem Hause seiner Geburt künden soll. *
Diese Bilder wurden von Rolf Gädke im Kreis und Stadtarchiv Jerichower Land „entdeckt“.
Am 7.Oktober erfuhr das Andenken an den bedeutenden Sohn der Stadt Burg, Carl v. Clausewitz seine Würdigung.
In einem Festakt wurde an seinem Geburtshauses in der Großen Brahmstraße eine Gedenktafel angebracht, die des großen Patrioten Worte enthält: Ich liebe den Frieden, aber keinen anderen als einen guten, dauerhaften, ehrenvollen Frieden.*
Wir vom Freundeskreis Carl von Clausewitz haben von diesem Ereignis eine Anschauungstafel erstellt. Bei meiner Recherche im Kreis und Stadtarchiv Jerichower Land erfahre ich eine rege Unterstützung der Mitarbeiter des Burger Archivs, wofür ich mich recht herzlich bedanken möchte. Archivmitarbeiter Magnus Rudolf ermöglichte den Zugang zu historischen Bildmaterialien, die unseren Bestand von Repliken von Originalaufnahmen deutlich erweitern. Hier ist die Sprache von Bildmaterial aus dem Jahren 1953/54 – Ausstellung 1953 im Burger Heimatmuseum „ 1813“ sowie der Gedenktafel am Geburtshaus Carl von Clausewitz anlässlich 2. Burger Heimatfest.
Rolf Gädke
Freundeskreis Carl von Clausewitz
Veröffentlicht unterUncategorized|Kommentare deaktiviert für Im neuen Glanz
Liebe Clausewitz-Freunde und geschichtsinteressierte Bürger
die Clausewitz-Erinnerungsstätte in Verbindung mit dem Burger Freundeskreis Carl von Clausewitz bog mit ihrem Festakt „25 Jahre Clausewitz-Erinnerungsstätte“ am Austragungsort der Clausewitz-Kaserne auf die Zielgerade des Jahres 2025 ein.
Am Donnerstag fand eine der aussagekräftigsten Veranstaltungen -Erinnern, Gedenken und Würdigung des Wirkens und Schaffens von Carl von Clausewitz – vor einem fachlich hochkarätigen Publikum statt.
Im Rahmen der Veranstaltung würdigte der Präsident der Clausewitz-Gesellschaft, General a.D. Erhard E. Bühler, die gute Zusammenarbeit mit dem Clausewitz-Freundeskreis in Burg.
General a.D. E. Bühler, Präsident der Clausewitz-Gesellschaft e.V.
Die Preisverleihung des Burger Carl von Clausewitz Preises 2025 wurde gleichzeitig zum Anlass genommen das 25-jährige Bestehen der Clausewitz- Erinnerungsstätte in der Burger Schulstraße 12 zu feiern.
Dr. Rolf-Reiner Zube, Leiter der Burger Erinnerungsstätte, informierte in seinem Vortrag für die 25-jährige Entwicklung der Clausewitz-Erinnerungsstätte sowie über die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Burg.
Aber nicht nur die 25 Jahre Clausewitz- Erinnerungsstätte wurden an diesem Tag gewürdigt. Die Stadt Burg lobte den Clausewitz-Preis der Stadt Burg 2025 aus. Clausewitz-Preisträger der Stadt Burg 2025 Hauptmann a. D Romeo Stellmacher.
In ihrer Sonderausstellung anlässlich der Auszeichnungsveranstaltung “ Clausewitz-Preis der Stadt Burg“ stellten Romeo Stellmacher und Rolf Gädke (Mitglieder des Clausewitz Freundeskreises CvC ) ca. 200 zum Teil historische Exponate in Zusammenhang Carl von Clausewitz den anwesenden Gästen vor.
Im Anschluss an die Preisverleihung ehrten die Teilnehmer das Wirken von Carl und Marie von Clausewitz mit einer Kranzniederlegung auf dem Burger Ostfriedhof.
Text: Rolf Gädke und Rolf-Reiner Zube Bild: Freundeskreis Clausewitz
Veröffentlicht unterUncategorized|Kommentare deaktiviert für Clausewitz-Preis 2025
Am Samstag den 11.10 feierte die Clausewitz-Erinnerungsstätte, ein kulturelles museales Kleinod der Stadt Burg ihr 25-jähriges Bestehen und konnte zahlreiche Gäste in ihren Räumen begrüßen. Dr. Rolf-Reiner Zube, Leiter der Clausewitz-Erinnerungsstätte, hielt einen aussagekräftigen Rückblick auf diese 25 Jahre.
Den geschichtsinteressierten Gästen wollten wir, der Leiter der Erinnerungsstätte in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Carl von Clausewitz, zwei sehr interessante Objekte zum Jubiläum präsentieren. Das ist uns hervorragend gelungen. Man sagt doch- alle guten Dinge sind drei – ja es wurden wirklich drei Exponate mit einer besonderen Strahlkraft. Markus Kurze überreichte Dr. Rolf -Reiner Zube das 120 Jahre alte Straßenschild „Clausewitzstraße“ (das erste) als Dauerleihgabe. Auf dieses zeitgenössische Straßenschild werde ich noch im weiteren Verlauf eingehen. Wir präsentierten unseren Besuchern und Gästen zum 25-jährigen Jubiläum:
das Original Tauf- und Geburts- Kirchen Buch der Kirche „Unser Lieben Frauen“ zu Burg mit dem Eintrag über Carl von Clausewitzs Geburt und Taufe.
dem Ölgemälde – die „Tafelrunde im von-der-Leyenschen Hof“. Carl von Clausewitz, Herr von und zum Stein und General Gneisenau sind im Mittelpunkt des Gemäldes dargestellt.
als drittes, das Original Straßenschild „Clausewitzstraße“ – aus der Sammlung von Markus Kurze- als einen weiteren Hingucker.
Die Feierlichkeit klang mit einem angeregten Gedankenaustausch und guten Gesprächen mit einem Glas Sekt und einem leckeren Imbiss der Fleischerei Schumburg aus.
Rolf-Reiner Zube
Leiter der Clausewitz- Erinnerungsstätte
Rolf Gädke
Burger Freundeskreis Carl von Clausewitz
Veröffentlicht unterUncategorized|Kommentare deaktiviert für Die Clausewitz-Erinnerungsstätte feierte am 11. Oktober 2025 ihr 25-jähriges Bestehen
Am 14.09.2025 ist die Erinnerungsstätte anlässlich des „Tag des offenen Denkmals“ von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Die Besucher erwartet am 14.09.25 eine einmalige Sonderausstellung zur Schlacht bei Borodino, an welcher auch Carl von Clausewitz aktiv beteiligt war sowie eine Überraschung. Natürlich kann man sich auch wie gewohnt die Ausstellung ansehen!
Achtung: Dafür entfällt die reguläre Öffnungszeit am Samstag, dem 13. 09.25 zwischen 10.00 und 12:00 Uhr.
Veröffentlicht unterUncategorized|Kommentare deaktiviert für Die Erinnerungsstätte beteiligt sich am „Tag des offenen Denkmals“ am 14. September 2025
Am Dienstag, dem 22. Juli 2025 besuchten 10 Mitarbeiter*innen des ZMSBw aus Potsdam im Rahmen einer Veranstaltung zur Persönlichkeitsbildung Burg und natürlich auch die wichtigsten „Clausewitz-Orte“ in Burg. Der Leiter der Abteilung Bildung des ZMSBw, Oberst Dr. Hofbauer und seine Mitarbeiter*innen nutzten gern die Gelegenheit und machten sich mit der Burger Clausewitz-Erinnerungsstätte vertraut. Mit dem Leiter der Erinnerungsstätte, Dr. Zube und Rolf Gädke vom Clausewitz-Freundeskreis standen dem Team aus Potsdam profunde Clausewitz-Kenner zur Seite. So kam es während und nach der Führung durch die Erinnerungsstätte, zu vielen interessanten Gesprächen und so manche Frage zum Leben und Wirken von Clausewitz konnte beantwortet werden.
Vor der Clausewitz-Gedenktafel in der Großen Brahmstraße
Foto: Gädke
Im Anschluss an die Erkundung der Erinnerungsstätte und des Clausewitz-Denkmals auf dem Ehrenhof, stand noch ein Besuch der Taufkirche von Carl von Clausewitz – „Unser Lieben Frauen (ULF)“ und der Grabstätte der Familie Clausewitz auf dem Burger Ostfriedhof auf dem Programm.
PolBil ZMSBw Abt Bildung vom 22.07.2025PolBil ZMSBw Abt Bildung vom 22.07.2025PolBil ZMSBw Abt Bildung vom 22.07.2025
Wir bedanken uns bei den Mitarbeiter*innen des ZMSBw unter der Leitung von Oberst Dr. Hofbauer für die interessante und angenehme Zeit miteinander. Ein besonderer Dank gilt Herrn Daniel Schilling M.A., für die professionelle Vorbereitung und Begleitung der Veranstaltung.
Dr. Rolf-Reiner Zube
Veröffentlicht unterUncategorized|Kommentare deaktiviert für Besuch vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in der Erinnerungsstätte
Die Mitglieder des Freundeskreises Carl von Clausewitz haben am 1.Juli 2025, dem 245. Geburtstag von Carl von Clausewitz auf dem Ehrenhof der Burger Clausewitz-Erinnerungsstätte würdig begangen. Am Relief von Clausewitz legen wir ein Blumengesteck ab und der Leiter der Burger Clausewitz-Erinnerungsstätte Dr. Rolf-Reiner Zube fand anlässlich des 245. Geburtstages die passenden Worte um Clausewitz Werk entsprechend zu würdigen. Im Anschluss konnte die Erinnerungsstätte in Augenschein genommen werden. Dazu waren alle Clausewitzianer und geschichtsinteressierte Bürger herzlich eingeladen.
Foto: Freundeskreis
Am Nachmittag, um 14:00 Uhr fand die Ehrung von Carl von Clausewitz auf dem Ostfriedhof in Burg, am Grab der Familie von Clausewitz statt. Anwesend waren neben Vertretern der Stadtverwaltung, Stadträte Burgs, geschichtsinteressierten Bürger, Mitgliedern der Forschungsgemeinschaft Clausewitz-Burg e.V., dem Burger Clausewitz Freundeskreis sowie auch der Kommandeur des in Burg stationierten Logistikregiment 1 „Clausewitz“ Oberst Schladt und der Kommandeur des Logistikbataillons 171 Oberstleutnant Fennel.
Fotos. Freundeskreis
Rolf-Reiner Zube
Veröffentlicht unterUncategorized|Kommentare deaktiviert für Die Burger Clausewitzfreunde begehen den 245. Geburtstag von Carl von Clausewitz
Am 03. Juni 1779 wurde in Warschau wird Gräfin Marie Sophie von Brühl geboren, die spätere Frau des preußischen Militärtheoretikers Carl von Clausewitz.
Marie Sophie war die Enkelin keines Geringeren als des Grafen Heinrich von Brühl, kurfürstlich-sächsischer und königlich-polnischer Premierminister (1746–1751) unter August dem Starken und dessen Nachfolger Friedrich August II.
Sie entstammte somit dem allerhöchsten sächsischen Adel, was es auf den ersten Blick umso erstaunlicher machte, dass sie den Preußen Carl von Clausewitz heiratete. Erstaunlich nicht nur, weil dieser nur von geringem Adel war, sondern mehr noch, weil ihr Großvater während des Dritten Schlesischen Krieges zu den grimmigsten Gegnern Friedrichs II. gehörte, der seinerseits die prunkvollen Brühlschen Besitzungen plündern und zerstören ließ.
Marie Sophie wuchs heran und kam zunehmend in Kontakt mit den obersten preußischen Hofkreisen, unter anderem mit dem preußischen Kronprinzen, dem nachmaligen Friedrich Wilhelm III. und dessen Frau Luise. Schließlich wurde Marie Sophie Hofdame der Königinmutter.
Im Dezember 1803 begegnete Marie bei einem Souper des Prinzen Louis Ferdinand im Berliner Schloss Bellevue ihrem zukünftigen Ehemann Carl von Clausewitz. Die nicht standesgemäße Beziehung hatte allerlei Widerstände zu bezwingen, bevor August 1810 Verlobung gefeiert werden konnte. Clausewitz hatte sich mittlerweile an der Seite von Gneissenau eine hohe Reputation erarbeitet und gegen eine Ehe wurde nicht mehr länger interveniert. Die Hochzeit erfolgte am 17. Dezember des gleichen Jahres.
Die Verbindung war eine Liebesehe und Marie Sophie war ihrem Mann trotz oft langer Trennung große Inspiration und Ermunterung. So war sie es, die ihren Mann in den Jahren nach den Befreiungskriegen ermunterte seine militärtheoretischen Gedanken in einem der wahrscheinlich bedeutendsten schriftlichen Dokumente im Kontext Militärphilosophie und Militärethik niederzuschreiben.
Carl von Clausewitz konnte es nicht mehr vollenden und starb 1831 in Breslau. Es war seine Frau, die seine Arbeit zu einem vollendeten Buch zusammenfasste. Vom Kriege, sein Hauptwerk, fasst seine Theorien über Strategie, Taktik und Philosophie zusammen. Es hatte großen Einfluss auf die Entwicklung des Kriegswesens in praktisch allen westlichen Ländern und wird bis heute an Militärakademien gelehrt. Seine Theorien finden auch im Bereich der Unternehmensführung sowie im Marketing Anwendung.
Ohne Marie Sophie wäre das Werk vermutlich nie veröffentlicht worden. Quelle: Mark Brandenburg
Rolf Gädke vom Clausewitz Freundeskreis schmückte den Grabstein von Marie von Clausewitz auf dem Burger Ostfriedhof anlässlich des 246. Geburtstages von Marie mit weiße Rosen.
Veröffentlicht unterUncategorized|Kommentare deaktiviert für 246. Geburtstag von Marie v. Clausewitz am 03. Juni 2025
Am 14. Januar 2025 fand in der Clausewitz-Erinnerungsstätte eine bemerkenswerte Veranstaltung statt, bei der das Hörspiel „Der Parlamentär“ im Mittelpunkt stand. Diese Veranstaltung wurde von der Clausewitz-Erinnerungsstätte und der Forschungsgemeinschaft Clausewitz-Burg e.V. organisiert und zog zahlreiche Geschichts- und Kulturinteressierte an. Die Darbietung des Hörspiels „Der Parlamentär“ bot eine tiefgehende Auseinandersetzung mit einem faszinierenden Stück deutscher und europäischer Militärgeschichte.
Eingeleitet wurde die Darbietung des Hörspiels durch einen einführenden Vortrag des Leiters der Erinnerungsstätte, Dr. Zube.
In dem Startvortrag wurde das Leben und Werk des Autors des Hörspiels, Dieter Müller alias Robert Gordian vorgestellt.
Im Weiteren gab Dr. Zube einen Überblick über das militärische Geschehen in Russland im Jahre 1812. Besonders wurde die Rolle des Carl von Clausewitz bei dem Zustandekommen der „Konvention von Tauroggen“ beleuchtet. Diese Informationen ermöglichten vielen Zuhörern ein besseres Verständnis der historischen Geschehnisse und Zusammenhänge des Hörspieles.
Die Aufführung des Hörspiels „Der Parlamentär“ war das Herzstück der Veranstaltung. Dieses Werk, das von dem renommierten Autor, Dieter Müller, in der DDR im Jahr 1975 geschrieben wurde, behandelt die komplexen Zusammenhänge zwischen Kriegsführung und Diplomatie. Der Titel, „Der Parlamentär“ bezieht sich auf Carl von Clausewitz, welcher zwischen den feindlichen Parteien, General York auf preußischer Seite und General Diebitsch als Vertreter der kaiserlich-russischen Partei im Dezember des Jahres 1812 vermittelte, um ein Neutralitätsabkommen zwischen den feindlichen Parteien zu erzielen.
Die Produktion des Hörspiels zeichnet sich durch ihre historisch gut recherchierte Inszenierung aus. Die Stimmen der Sprecher, die musikalische Untermalung und die Klangkulissen schaffen eine Hörkulisse, die das Publikum in die Welt des Geschehenen vor 212 Jahren eintauchen lässt. Die sorgfältige Gestaltung der Dialoge und die dramatische Struktur des Stücks tragen zu einem besonderen Hörgenuss bei.
Die Veranstaltung wurde vom Publikum mit großem Interesse und Begeisterung aufgenommen. Die Art und Weise, wie historische Themen und menschliche Schicksale miteinander verwoben wurden, fand besondere Anerkennung.
In der anschließenden Diskussionsrunde hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, ihre Eindrücke und Gedanken zur Aufführung auszutauschen. Die Dialoge zwischen den Besuchern und Dr. Zube trugen zu einem tieferen Verständnis der Geschehnisse um das Zustandekommen der Konvention von Tauroggen bei.
Die positive Resonanz zeigt, dass ein großes Interesse an dem Leben und Wirken des im Jahre 1780 in Burg geboren Carl von Clausewitz besteht. Die Erinnerungsstätte plant, auch in Zukunft ähnliche Veranstaltungen anzubieten, um weiterhin ein Forum für historische Reflexion und kulturellen Austausch zu schaffen.
Die Veranstaltung am 14. Januar 2025 in der Clausewitz Erinnerungsstätte war ein bedeutendes kulturelles Ereignis, das die Besucher sowohl emotional berührte als auch intellektuell forderte. Das Hörspiel „Der Parlamentär“ bot eine eindrucksvolle Darstellung der Herausforderungen und Dilemmata eines militärischen Parlamentärs und regte zu tiefgehenden Reflexionen über Krieg, Diplomatie und Menschlichkeit an.
So wurde der Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Teilnehmer.
Rolf-Reiner Zube
Leiter der Clausewitz-Erinnerungsstätte
Veröffentlicht unterUncategorized|Kommentare deaktiviert für Rückschau auf die Veranstaltung – zum Hörspiel „Der Parlamentär“